Staatssekretär Wolf fordert Tempo bei Rheinvertiefung: „Der Rhein muss auch bei Niedrigwasser verlässlich funktionieren“
Der rheinland-pfälzische Verkehrsstaatssekretär Markus Wolf fordert mehr Tempo bei der sogenannten Abladeoptimierung am Mittelrhein. Das aktuelle Niedrigwasser zeige erneut, wie wichtig eine leistungsfähige, verlässliche und klimaresiliente Bundeswasserstraße Rhein für das Verkehrssystem in Rheinland-Pfalz, Deutschland und Europa sei.
„Der Rhein ist nicht nur ein Fluss, sondern eine zentrale Verkehrsachse. Er verbindet Häfen, Produktionsstandorte und Transportketten weit über Rheinland-Pfalz hinaus. Wenn Niedrigwasser die Binnenschifffahrt einschränkt, gerät ein wichtiger Teil unseres Verkehrssystems unter Druck“, sagte Verkehrsstaatssekretär Markus Wolf mit Blick auf die vom Bund einberufene Fachkonferenz, an der er am morgigen Donnerstag teilnehmen wird.
Wolf betonte, die Wasserstraße Rhein müsse angesichts zunehmender Niedrigwasserereignisse widerstandsfähiger werden. „Wir werden Niedrigwasserlagen auch in Zukunft immer wieder erleben. Deshalb dürfen wir ein zentrales Infrastrukturprojekt wie die Abladeoptimierung am Mittelrhein nicht weiter aufschieben. Der Bund ist hier in der Verantwortung, Planung und Umsetzung mit der notwendigen Priorität voranzubringen und die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung personell und finanziell entsprechend auszustatten.“
Bei der Rheinvertiefung gehe es um die Leistungsfähigkeit des Verkehrsträgers Wasserstraße und um die Stabilität des gesamten Verkehrssystems. „Jede Tonne, die verlässlich über den Rhein transportiert werden kann, muss nicht zusätzlich über Straße oder Schiene bewegt werden. Eine leistungsfähige Binnenschifffahrt entlastet andere Verkehrsträger, stärkt die Infrastruktur insgesamt und macht den Güterverkehr robuster“, so Wolf.
Das in diesem Sommer anhaltende Niedrigwasser auf dem Rhein beeinträchtigt die Binnenschifffahrt erheblich und stellt auch die Häfen in Rheinland-Pfalz vor große Herausforderungen. Binnenschiffe können aufgrund niedriger Pegelstände nur eingeschränkt beladen werden und damit weniger Ladung transportieren. Für den Güterverkehr bedeutet das: Transporte müssen vorausschauend geplant, Pegelvorhersagen eng beobachtet und Transportketten bei Bedarf kurzfristig angepasst werden.
„Nun gilt es, keine weitere Zeit zu verlieren und die Planungen für die Abladeoptimierung am Mittelrhein konsequent weiter voranzubringen. Der Bund hat den Ernst der Lage erkannt. Jetzt muss daraus konkretes Handeln werden. Rheinland-Pfalz wird weiter darauf drängen, dass die Abladeoptimierung am Mittelrhein mit Nachdruck vorangebracht wird“, sagte der Verkehrsstaatssekretär.
Herausgeber: Ministerium des Innern, für Integration und Verkehr