Katrin Eder: „Wir machen die Schieneninfrastruktur in Mainz fit für die Zukunft“
Mobilitätsministerin Katrin Eder überreicht Förderbescheid in Höhe von knapp 10 Millionen Euro an Mainzer Verkehrsgesellschaft
Neben Neubauvorhaben, wie der aktuell im Bau befindlichen Strecke durch die Binger Straße, investiert die Mainzer Verkehrsgesellschaft intensiv in die Erneuerung des Bestandsnetzes. Nach dem Abschluss des ersten Grunderneuerungspaketes in Richtung Gonsenheim-Finthen investiert die Mainzer Verkehrsgesellschaft nun rund 23 Millionen Euro in ein zweites Grunderneuerungspaket. Ziel ist es, die Strecken nach Bretzenheim und nach Hechtsheim fit für die Zukunft zu machen.
Trotz stetiger Instandhaltung müssen teils über 40 Jahre alte Schienenbestandteile ersetzt und die Infrastruktur modernisiert werden. In diesem Zuge wird auch an einigen Haltestellen die Barrierefreiheit verbessert, damit die Mainzer Straßenbahn für alle Menschen zugänglich und nutzbar ist.
Für die umfangreichen Arbeiten überreicht Mobilitätsministerin Katrin Eder einen Förderbescheid in Höhe von knapp 10 Millionen Euro aus den Mitteln des rheinland-pfälzischen Teils des Bundesprogramms des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (GVFG). Dies entspricht einem Fördersatz von 50 Prozent an den zuwendungsfähigen Kosten von rund 20 Millionen Euro. Die ergänzende Landes-Co-Finanzierung in Höhe von 35 Prozent befindet sich derzeit in der finalen Prüfung.
„Wir machen die Schieneninfrastruktur in Mainz fit für die Zukunft! Die Mainzer Verkehrsgesellschaft hat ihr Netz beständig gepflegt und instandgehalten. Doch auch mit der besten Pflege kommt Infrastruktur in die Jahre und muss nun grundhaft erneuert werden. Diese Grunderneuerung geht die Mainzer Verkehrsgesellschaft mit unserer Hilfe an. Denn wer nicht regelmäßig in Erhalt und Sanierung investiert, schadet seiner betrieblichen Substanz. Das bekommen dann die Fahrgäste zu spüren, wie das Beispiel der vom Bund über Jahrzehnte unterfinanzierten Infrastruktur der Deutschen Bahn zeigt: Dort gibt es täglich massive Verspätungen durch Oberleitungsstörungen, kaputte Stellwerke und defekte Signale. Eine solche Entwicklung gilt es durch rechtzeitige und nachhaltige Investitionen zu verhindern“ so Mobilitätsministerin Katrin Eder.
„Die Straßenbahn in Mainz ist für die Verkehrswende in unserer Stadt von entscheidender Bedeutung“, verdeutlicht MVG-Geschäftsführer Florian Wiesemann. „Neben der Beschaffung von größeren und leistungsfähigeren Fahrzeugen sowie dem Bau und der Planung neuer Gleisstrecken durch die Binger Straße, die Innenstadt und Richtung Heiligkreuzviertel ist dazu auch der Erhalt und die Modernisierung der vorhandenen Infrastruktur unverzichtbar. Daher bedanken wir uns bei Bund und Land für die finanzielle Unterstützung.“
Hintergrund:
Im Jahr 2025 hat das Land Rheinland-Pfalz 200 Millionen Euro aus dem GVFG-Bundesprogramm abgerufen – ein Rekordwert in der Geschichte des Landes.
In den vergangenen fünf Jahren wurde die Anzahl der Projekte im GVFG-Programm versiebenfacht.
Neben Großprojekten der Elektrifizierung in Ahr und Eifel und Reaktivierung wie der Strecke Homburg-Zweibrücken liegt ein Schwerpunkt im rheinland-pfälzischen Teil des GVFG-Programms auf der Modernisierung von Schienennetzen im kommunalen Besitz.
Neben Mainz profitieren hiervon Ludwigshafen, sowie die Landkreise Rhein-Pfalz, Bad Dürkheim, Alzey-Worms, Kirchheim-Bolanden, Birkenfeld und Altenkirchen.
Herausgeber: Ministerium für Klimaschutz, Energie und Mobilität