Katrin Eder: „Rheinland-Pfalz stärkt die Schiene“
Über 200 Millionen Euro für die Infrastruktur in Rheinland-Pfalz – Land ruft 2025 Rekordsumme aus dem GVFG-Bundesprogramm ab Herausgeber: Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität
Rheinland-Pfalz bringt die Schiene und damit den Ausbau einer klimafreundlichen Mobilität voran. Im Jahr 2025 hat das Land mehr als 200 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) für Infrastrukturprojekte des Schienenverkehrs abgerufen. Das entspricht rund 10,5 Prozent des bundesweiten Gesamtvolumens. Dies ist der höchste Betrag, den das Land jemals aus dem GVFG-Programm nach Rheinland-Pfalz geholt hat. Damit belegt Rheinland-Pfalz bundesweit Platz fünf hinter Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg und nur knapp hinter Nordrhein-Westfalen.
„Wir sind stolz auf diesen Rekord. Er zeigt, dass wir mit unserer Infrastrukturpolitik die richtigen Weichen stellen“, erklärte Mobilitätsministerin Katrin Eder. „In den vergangenen fünf Jahren haben wir den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs konsequent vorangetrieben. Das verbessert die Lebensqualität der Menschen vor Ort und dient dem Klimaschutz.“
Denn die GFVG-Mittel fließen in zahlreiche konkrete Projekte in Stadt und Land. Dazu zählen unter anderem Maßnahmen und Projekte in den Landkreisen Ahrweiler, Vulkaneifel, Bitburg-Prüm, Trier-Saarburg, Rhein-Pfalz und Bad Dürkheim sowie den Städten Mainz und Ludwigshafen.
Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf Investitionen im ländlichen Raum, insbesondere in der Region Eifel. Allein 191 Millionen Euro entfielen auf Investitionen in diesen Teil von Rheinland-Pfalz, für die Elektrifizierung der Eifelstrecke und der Ahrtalstrecke. Im Süden des Landes wurde vor allem in Erhalt und Ausbau von Stadtbahnsystemen investiert.
Selbstverständlich wird das Land darauf achten, dass in den kommenden Jahren auch andere Regionen zum Zuge kommen. Neben der Fortführung begonnener Projekte werden unter anderem Mittel in die Reaktivierung der Strecke Homburg-Zweibrücken, in weitere Elektrifizierungsprojekte in der Pfalz und an der Mosel sowie in die Erneuerung von Schieneninfrastruktur in der Nordpfalz und im Westerwald fließen. Mittelfristig sind des Weiteren Neu- und Ausbauvorhaben, Reaktivierungen von Schienenwegen sowie Neubauten von Bahnstationen im gesamten Bundesland im Rahmen des GVFG-Programms geplant.
Hinzu kommen weitere Großprojekte abseits des GVFG-Programms, wie die 2025 in Betrieb gegangene Trierer Weststrecke, die reaktivierte Wieslauterbahn sowie zahlreiche weitere Bahnhofsmodernisierungen, Straßenbahnprojekte, Busbahnhöfe und barrierefreie Haltestellenumbauten sowie Mobilitätsstationen im gesamten Land, die mit Landes- und anderen Bundesmitteln 2025 finanziert wurden.
„Diesen erfolgreichen Kurs werden wir in den kommenden Jahren fortsetzen. Mobilität verbindet die Menschen in Rheinland-Pfalz. Das betrifft alle Generationen und alle Regionen“, betonte Mobilitätsministerin Katrin Eder.
Hintergrund
Bei Infrastrukturprojekten nach GVFG handelt es sich um Projekte, die von den Ländern initiiert und begleitet werden. Bei Erfüllung entsprechender Kriterien stellt der Bund den Ländern Mittel für ihre Projekte zur Verfügung. Ein Großteil der Planungskosten sowie die Co-Finanzierung wird durch die Länder sichergestellt. Im Bereich der Stadtbahnen beteiligen sich auch kommunale Verkehrsunternehmen an den Kosten.
Nach Daten des Bundesministeriums für Verkehr hat das Land Rheinland-Pfalz im Jahr 2025 exakt 200.342.360,80 Euro abgerufen. Die Gesamtzahl der GVFG-Großprojekte hat das Land seit 2021 Jahr für Jahr gesteigert: 2021 waren drei rheinland-pfälzische Projekte im bundesweiten Programm aufgeführt, in der Meldung des Landes für das GVFG-Programm 2026 ff. sind es mittlerweile 30.