Katrin Eder: „Die Brohltalbahn ist seit ihren ersten Metern auf der Schiene ein wichtiger Teil der Region“
Mobilitätsministerium fördert Sanierung mit über sieben Millionen Euro – 125-jähriges Bestehen der Bahn mit ihren historischen Lokomotiven war nur mit großem ehrenamtlichem Engagement möglich Herausgeber: Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität
Bei einer feierlichen Veranstaltung hat Mobilitätsministerin Katrin Eder das 125-jährige Bestehen der Brohltalbahn gewürdigt. „Seit ihrer Eröffnung verbindet die Brohltalbahn Menschen, Orte, Güter und Generationen und ist bis heute ein bedeutendes Beispiel regionaler Eisenbahngeschichte, klimafreundlicher Mobilität und touristischer Attraktivität“, so die Ministerin. „Die Brohltalbahn ist seit ihren ersten Metern auf der Schiene ein wichtiger Teil der Region. Sie steht für wirtschaftliche Entwicklung und den Zusammenhalt der Menschen.“
Das Land Rheinland-Pfalz engagiert sich seit vielen Jahren umfassend für die Erhaltung und den Ausbau der Schieneninfrastruktur. Deshalb hat das Mobilitätsministerium über sieben Millionen Euro für die Sanierung der Brohltalstrecke zugesagt.
Der Ausbau des SPNV in Rheinland-Pfalz zählt zu den mobilitätspolitischen Schwerpunkten. Im Jahr 2016 wurden im Schienenpersonennahverkehr etwa 38 Millionen Kilometer pro Jahr gefahren. In 2024 konnten bereits rund 42 Millionen Kilometer verzeichnet werden. Zugleich werden im ganzen Land derzeit neue Bahnhöfe geplant, damit noch mehr Menschen Zugang zum Schienenverkehr erhalten.
Durch den Bau und Ausbau von multimodalen Verkehrsstationen zur Verknüpfung von Bus, Bahn, Bike&Ride und Park&Ride wird der Umweltverbund gesamthaft gefördert und Mobilität von Haustür zu Haustür gedacht. Zugleich wird das Thema Reaktivierung von Bahnstrecken angeschoben. Zwölf potentielle SPNV-Reaktivierungsstrecken in Rheinland-Pfalz werden derzeit betrachtet und Nutzen-Kosten-Untersuchungen erstellt. Für acht Strecken bereitet das Mobilitätsministerium aktuell die Vergabe der sogenannte Leistungsphase 1 und 2 vor, die wesentlichen Erkenntnisse auf dem Weg zur Wiederinbetriebnahme liefern werden.
„Ein gut ausgebautes und attraktives Schienennetz ist ein zentraler Baustein, um dem Klimawandel entgegenzuwirken und nachhaltige Mobilität zu fördern. Die Brohltalbahn in der Osteifel ist zwar keine Kandidatin für eine SPNV-Reaktivierung; sie ist aber aus dem Netz der touristischen Schienenstrecken nicht mehr wegzudenken. In der einzigartigen Landschaft zwischen Mittelrheintal und Eifel bietet sie eine der schönsten Bahnfahrten Deutschlands. Zudem hat sie einen wichtigen wirtschaftlichen Nutzen, da sie nicht nur Personen, sondern auch Güter befördert“, erklärte Ministerin Eder.
„Dass die Brohltalbahn heute auf eine 125-jährige Geschichte zurückblicken kann, ist dem großen Engagement zahlreicher Menschen zu verdanken, die sich haupt- und ehrenamtlich engagieren. Ihr Einsatz hat maßgelblich dazu beigetragen, diese besondere Eisenbahn mit historischen Lokomotiven als Vulkan-Express bis heute betriebsfähig und attraktiv zu halten. Sie transportiert zwischen 60.000 und 80.000 Fahrgästen im Jahr. Teil dieser Erfolgsgeschichte sind auch die Interessengemeinschaft Brohltal-Schmalspureisenbahn und die Verbandsgemeinde Brohltal“, betonte die Mobilitätsministerin.
Die Jubiläumsfeierlichkeiten machten deutlich: Die Brohltalbahn steht nicht nur für Tradition, sondern auch für Zukunft. „Ihre Faszination ist ungebrochen. Mit weiteren Investitionen, modernen Konzepten und viel Leidenschaft soll sie auch in den kommenden Jahren ein fester Bestandteil der regionalen Mobilität und Identität bleiben“, so Katrin Eder.