Gästekarte für Naheland und Rheinhessen: Machbarkeit soll geprüft werden
Herausgeber: Rhein-Nahe Nahverkehrsverbund GmbH
INGELHEIM, ALZEY, KIRN. 24. Februar 2026. Hunsrück-Nahe Tourismus und Rheinhessen-Touristik prüfen die Einführung regionaler Gastbeiträge, sowie eines ÖPNV-Gästetickets.
Der Rhein-Nahe Nahverkehrsverbund (RNN) begleitet gemeinsam mit den Tourismusregionen Hunsrück-Nahe und Rheinhessen die Überlegungen zur möglichen Einführung einer Gästekarte beziehungsweise eines Gästebeitrags. Ziel ist es, neue Ansätze für eine nachhaltige touristische Entwicklung in beiden Regionen zu prüfen. Das Vorhaben hat Pilotcharakter in Rheinland-Pfalz.
Die verschärfte Debatte über freiwillige Leistungen zwingt Regionen dazu, zusätzliche Finanzierungsoptionen zu prüfen. Die Erhebung eines Kur- oder Gästebeitrags ist dabei gängige Praxis und bei Gästen bundesweit bereits gelernt. Für das Jahr 2026 steht die Umsetzung einer gemeinsamen Machbarkeitsstudie im Fokus. Gefördert werden soll das Projekt durch ein Förderprogramm des Landes Rheinland-Pfalz zur Transformation der Tourismusregion.
„Als Mobilitätspartner bringen wir uns frühzeitig in die Planungen ein und unterstützen den Prozess im Bereich des öffentlichen Nahverkehrs mit unserer Expertise“, erklärt Silke Meyer, Geschäftsführerin des RNN. „Wichtig ist uns dabei eine Umsetzung, die nachhaltige Mobilität für Gäste in der Region mitdenkt.“
Auch die Tourismusregionen betonen den Prüfcharakter des Pilotprojektes. „Die Machbarkeitsstudie soll konkrete wirtschaftlich sinnvolle Modellvarianten und eine realistische Zeitplanung zur Umsetzung aufzeigen.“, so Erwin Malkmus, Vorsitzender der Rheinhessen-Touristik und Beigeordneter des Landkreises Mainz-Bingen.
„Für die Region Hunsrück-Nahe ist entscheidend, alle relevanten Partner von Anfang an einzubeziehen. Mit Insellösungen kommen Gäste, sowie Tourismusbetriebe nicht weit. Eine gemeinsame Lösung ist hier sinnvoll“, ergänzt Bettina Dickes, Vorsitzende der Hunsrück-Nahe Tourismus GmbH.
Der Zeitplan sieht vor, bis Ende 2026 mit Hilfe der Machbarkeitsstudie und der Workshops ein konkretes Konzept vorzulegen. Ab 2027 könnte eine Umsetzung beginnen. Interessierte Kommunen, touristische Betriebe und weitere potenzielle Partner können sich bereits jetzt unverbindlich an die Hunsrück-Nahe Tourismus GmbH, die Rheinhessen-Touristik oder den RNN wenden.