|Presse-Mitteilung

DB startet die sog. Generalsanierung der rechten Rheinstrecke

Mehrere Regionalbahnen müssen entlang des Rheins zugunsten umzuleitender Güterzüge entfallen Zugausfälle bis nach Worms

Kaiserslautern/Mainz, 10. Juli 2026

Ab heutigen Freitagabend, 10 Juli 2026, sperrt die DB InfraGO die rechte Rheinstrecke, um sie einer sogenannten Generalsanierung zu unterziehen. Um den dort üblicherweise umfangreichen Güterverkehr zu bewältigen, müssen zahlreiche Züge über die linke Rheinstrecke umgeleitet werden, was über mehrere Monate nur durch Zugausfälle im Regionalverkehr möglich ist.

Das durch den Zweckverband ÖPNV Rheinland-Pfalz Süd gemeinsam mit DB InfraGO und den Verkehrsunternehmen entwickelte Angebot sieht vor, außer in den späten Abend und Nachtstunden täglich mindestens zweimal pro Stunde eine Verbindung im Regionalverkehr zwischen Koblenz, dem Mittelrhein und Mainz anzubieten. Die stündliche Linie RB 26 (Mittelrheinbahn von Trans Regio) und die zweistündlichen Fahrten der Linie RE 2 (SÜWEX der DB Regio) werden umsteigefrei angeboten. Ergänzt werden diese Züge durch eine zweistündliche Umsteigeverbindung: Die Züge der Linie RE 17 (von Vlexx) sind in Bingen Hbf. mit zweistündlichen Pendelverkehren (Linie RE 2, Trans Regio) von und nach Mainz verknüpft. Diese Züge bedienen die Zwischenhalte Bingen Stadt, Gau Algesheim und Ingelheim.

Auch Anpassungen zwischen Bad Kreuznach und Mainz wegen Güterverkehren am linken Rhein

Die Züge der Linie RE 15 (Züge der DB Regio und von Vlexx) können, bis auf ein Zugpaar (Kaiserslautern ab 5.08 Uhr und Mainz Hbf ab 12.42 Uhr), nicht zwischen Bad Kreuznach und Mainz verkehren.

Auch bei der RB 33 (Regionalbahnen von Vlexx) kommt es in der Hauptverkehrszeit zwischen Mainz und Bad Kreuznach zu einzelnen Zugausfällen. Der Grund für die Ausfälle bei den Linien RE 15 und der RB 33 sind ebenfalls die Umleiterverkehre im Güterverkehr zwischen Koblenz und Mainz, weil die Züge aus Bad Kreuznach östlich von Gau Algesheim die Gleise der linken Rheinstrecke mitbenutzen müssen.

Ausfälle auch zwischen Mainz und Worms

Erfolgten die Anpassungen westlich Mainz einvernehmlich, hat der ZÖPNV Süd den Angebotskürzungen südlich von Mainz Richtung Worms nicht zugestimmt. Diese hat DB InfraGO im Alleingang verfügt, um, im Wesentlichen wegen weiterer Baumaßnahmen auf der hessischen Seite, für Güterzüge Platz im Bahnknoten Mainz zu schaffen. Allerdings erfolgen die Ausfälle ´nur´ bis zum 4. September und damit nicht über den gesamten Zeitraum der Sperrung des rechten Rheins bis Mitte Dezember. Es wird jedoch durchgehend ein mindestens stündliches Regionalverkehrs-Angebot aufrechterhalten. Wegen der parallelen Sperrung der B 9 können die Ersatzbusse anstelle der ausfallenden S-Bahnen bis 2. August nur im Abschnitt Nierstein – Mainz verkehren.

ZÖPNV Süd: DB InfraGO muss den Fahrplan verlässlich einhalten

Der ZÖPNV Süd macht dabei deutlich, dass gerade in der angespannten Situation mit einem verstärkten Güterverkehr pünktliche SPNV-Züge Vorrang vor verspäteten ICE und Güterzügen haben müssen. Würden die Regionalbahnen oder der SÜWEX durch andere langlaufende Züge verspätet, werden die Anschlüsse in Koblenz, Bingen und Mainz verpasst und die Rückfahrten der Züge starten ebenfalls mit Verspätung. Dies gelte auch für die verbliebenen S-Bahnfahrten südlich von Mainz. Wenn man das Angebot schon kürze, müsse man den Kund:innen wenigstens ein verlässliches Angebot bieten.

Ferner macht der ZÖPNV Süd deutlich, dass die DB den Zeitplan der Generalsanierung einhalten müsse. Man erlebe jetzt schon bei der bundesweit dritten Generalsanierung, dass entweder nicht alle Arbeiten abgeschlossen sind oder die Zeitpläne im Bereich von mehreren Wochen nicht eingehalten wurden. Die DB InfraGO wolle zum Fahrplanwechsel im Dezember dieses Jahres den ´rechten Rhein´ wieder in Betrieb nehmen.

Weitere Hinweise zum Ersatzverkehr

Obwohl nicht der Verursacher der Behinderungen, bittet der Zweckverband ÖPNV Rheinland-Pfalz um Verständnis für die umfassenden Einschränkungen.

Die Fahrzeiten der Ersatzbusse sind auf den Webseiten der DB und der Verkehrsverbünde RNN und VRN sowie im DB Navigator und den weiteren Onlineangeboten der Deutschen Bahn abrufbar sein. Eine Fahrradmitnahme ist in den SEV-Bussen aus Kapazitätsgründen grundsätzlich nicht möglich.

Über die Lage der Haltestellen des Ersatzverkehrs informieren die Verkehrsunternehmen in ihren Fahrplanveröffentlichungen bzw. die Ihren Webseiten.

Herausgeber: ZÖPNV Rheinland-Pfalz Süd